Die Geschichte - Bruderschaft St. Christoph
Inhaltsverzeichnis
Die Bruderschaft St. Christoph am Arlberg
Gründung durch Heinrich Findelkind 1386
Das Hospiz und die Kirche
Blüte unter Jakob Feuerstein
Kaiser Josef II und die Folgezeit
Die Erneuerung der Bruderschaft
Der amtierende Bruderschaftsrat 1999 - 2007
Bildergalerie
Alle Auszüge aus »Die Bruderschaft St. Christoph am Arlberg« mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.
© Hans Thöni, Bruderschaftsrat 1987 - 1998; A-6713 Ludesch, Walgaustraße 270
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Gründung durch Heinrich Findelkind 1386

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Das Arlberg-Hospiz zu St. Christoph anno 1897

Die Bruderschaft St. Christoph wurde durch Heinrich Findelkind und seine Helfer im Jahre 1386, nach anderen Quellen später, gegründet. Bereits im Sommer 1387 konnte Heinrich Findelkind mit seinem Knecht Ulrich von St. Gallen das wohl noch kleine Hospiz an der Arlbergstraße eröffnen.

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"Heinrich Findelkind von Kempten" - Das Wappen Heinrichs von Kempten in einer Kopie der Barockzeit

Neben der Gewährung von Dach, Feuer und Wasser, wie es die Johanniter seit langem boten, leistete Heinrich Findelkind auf der Höhe des Arlberg noch weit mehr. Er und seine Knechte suchten im Winter täglich Verirrte und Ermüdete im Bereich der Passhöhe bis hinab zum Ort Stanzerthal, dem heutigen St. Anton. Neben seinen persönlichen Ersparnissen, er hatte als Schweinehirt in Nassreith bei Herrn Jakob Überrein auf Burg Arlen an die 15 Gulden verdient, zog er ab 1386 alljährlich in die Fremde, um für sein Hospiz am Arlberg zu werben. Im selben Jahr erreichte er vom Papst die Erlaubnis zur Gründung einer Bruderschaft am Arlberg. Die Mitgliederzahl der Bruderschaft stieg erheblich an, als die Mitglieder neben ihren Namen auch ihre Wappen in die Bruderschaftsbücher malen lassen durften.

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Die Wiener Handschrift beinhaltet die größte Wappensammlung des deutschen Sprachraumes aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Sie befindet sich im Österreichischen Staatsarchiv.

Von Fachleuten wird angenommen, dass Heinrich Findelkind seine Gehilfen mit insgesamt 5 Bruderschaftsbüchern auf die Reise durch Europa schickte. Die Eintragungen in den noch vorhandenen drei Bruderschaftsbüchern zeichnen die Wege ab, welche sie vor 600 Jahren durch Europa gewandert sind. Äußerste Punkte dieser Wanderungen waren Oberitalien, Böhmen, Polen, Norddeutschland, die Niederlande und die Schweiz. Bei seinem Tod - um das Jahr 1415 - das genaue Datum ist unbekannt, soll die Bruderschaft an die 2000 Mitglieder gezählt haben.