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Alle Auszüge aus »Die Bruderschaft St. Christoph am Arlberg« mit freundlicher Genehmigung des Verfassers. © Hans Thöni, Bruderschaftsrat 1987 - 1998; A-6713 Ludesch, Walgaustraße 270 |
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Um das Kirchlein herum mag sich im Mittelalter ein kleiner Friedhof ausgebreitet haben, im Zuge des Hospizneubaus sollen bei Grabarbeiten menschliche Gebeine zutage gekommen sein. Mit einem Beweis für die ehemals freistellende Lage der Kapelle ist die Tatsache, dass Hospiz und Kirche nicht im rechten Winkel zueinander standen.
Zu den damaligen Bruderschaftsmitgliedern zählten wie heute Reiche und Arme, Adelige und Einfache, geistliche und weltliche Herren. Sie alle hielten das Werk Heinrich Findelkinds wohl wert, es zu unterstützen. Wie aus den Bruderschaftsbüchern ersichtlich ist, betrug die übliche Beitragsleistung 1 oder 2 Gulden pro Jahr und dann meist 2 Gulden beim Tode des Bruderschaftsmitglieds. Einen letzten großen Mitgliederzulauf erfuhr die Bruderschaft beim Konstanzer Konzil von 1414 bis 1418, wo viele, besonders süd- und morgenländische Konzilsbesucher, der Bruderschaft beitraten. Manche mögen bei ihrem Beitritt wohl an ihre Heimreise über den Arlberg in den Süden oder in den Orient gedacht haben.
In den folgenden Jahrzehnten nach dem Konstanzer Konzil scheint die Bruderschaft keinen Zuwachs mehr erhalten zu haben.
Einen ersten Rückschlag erlitt die Bruderschaft am Arlberg durch den Verkauf von Alprechten der Alpen Maroi und Alpstern letztere war die heutige Arlberg-Alpe - an die Stadt Lindau im Jahre 1446.
Die folgende Reformationszeit war ebenfalls nicht Anlass, die Bruderschaft aufblähen zu lassen.
Anzeichen einer Belebung der Bruderschaft sind Ende des 16. Jahrhunderts wieder festzustellen.