Blüte unter Jakob Feuerstein
Einen neuerlichen Aufschwung erfuhr die Bruderschaft im 17. Jahrhundert während des 30jährigen Krieges 1618 bis 1648 durch den Zammer Pfarrer Jakob Feuerstein, der von ca. 1621 bis 1649 Oberbrudermeister war. Bereits 1624 erhielt Pfarrer Feuerstein aufgrund seiner Verdienste von Erzherzog Leopold das Wappen mit dem Löwen verliehen.
Es war aber auch kein Zufall, dass der Aufstieg der Bruderschaft in die Zeit des 30-jährigen Krieges fiel. Unser Land war vom Krieg verschont geblieben und die Pest - sie wütete um 1640 im Stanzertal - war ebenfalls überstanden.
In den Jahrzehnten nach dem Krieg hatte die Bruderschaft eine lang anhaltende Blütezeit, der wirtschaftliche Aufschwung der Barockzeit ließ auch die Kasse der Bruderschaft klingeln.
Obwohl der Pachtzins für das Hospiz recht hoch war - der Pächter zahlte in den Jahren um 1667 36 Gulden pro Jahr in die Bruderschaftskasse - scheint das Geschäft des Bestandswirtes am Hospiz sehr begehrt gewesen zu sein. Der Geldwertschwund war geringer als heute, denn bereits 150 Jahre vorher zahlte der Pächter gleich viel.






