Bruderschaft St. Christoph

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Wappenbücher

Das Geld für Hospiz- und Kapellenbau holte sich der ideenreiche Heinrich Findelkind bei reichen Sponsoren. Er reiste mit seinen Gehilfen -  ausgerüstet mit „Botenbüchern“ – durch ganz Europa. In diese Bücher konnten sich die Geldgeber mit ihren Familienwappen und ihren jährlichen Spendenbeträgen an die Bruderschaft eintragen.

Die Wappenbücher der Bruderschaft  St. Christoph sind eine einzigartige Wappendokumentation des 14. und 15. Jahrhunderts, die auch heute noch einen unschätzbaren Wert darstellt.

Von den mindestens fünf Originalhandschriften sind drei erhalten geblieben: das Hauptbuch  der Bruderschaft – die Wiener Handschrift – im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, der Codex Figdor – die Tiroler Handschrift – im Tiroler Landesarchiv in Innsbruck  und die „Münchner Handschrift“ im Archiv des St. Georg-Ritterordens  in München. Von den ehemals vorhandenen Originalhandschriften ( Botenbücher )  wurden im Laufe der Jahrhunderte einige Abschriften angefertigt. In diesen finden sich auch Wappen und Spendeneinträge  aus verschollenen Botenbüchern. Die Frage nach der Gesamtzahl der Originalhandschriften  kann nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Virgil Raber aus Sterzing hat 1548 im alten Hospiz von St. Christoph auf dem Arlberg fünf Botenbücher gesehen und deren Erhaltungszustand als sehr schlecht beschrieben. Da der Codex Figdor im Tiroler Landesarchiv in Innsbruck  heute noch einen besseren Erhaltungszustand aufweist, konnte er nicht unter den von von Raber beschriebenen Botenbüchern gewesen sein.

Die prächtigen, teils mit Blattgold ausgelegten Wappen, in den in Leder und Samt gebundenen, mit schweren Buchbeschlägen versehenen Handschriften, sind eine wahre Augenweide und können teilweise nur mit besonderer Genehmigung in Wien, Innsbruck und München besichtigt werden.

Durch moderne Reproduktions-, Programmier- und Kommunikationstechniken  ist es von uns möglich gemacht worden, die detailgenaue und vergrößerbare Darstellung der Wappenbücher der Bruderschaft St. Christoph im Internet zu zeigen. Somit können alle Interessiertendie Geschichte der Bruderschaft anhand der noch in den Archiven erhaltenen, bibliophilen Kostbarkeiten erforschen. Vielleicht können auch Vorfahren gefunden oder zu Ereignissen ein persönlicher Bezug hergestellt werden. Jedenfalls ist es ein Erlebnis, durch mehr als 630 Jahre alte Geschichte zu blättern, Wappen und Originaltexte zu bewundern und Fachkommentare und Übersetzungen zu lesen.

 

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Wiener Handschrift

Hauptbuch der Bruderschaft 
St. Christoph auf dem Arlberg. 
Handschrift Weiss 242, 
Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien

Index zur Wiener Handschrift

Index der Wappen, welche in dem Bruderschaftsbuche vom Arlberg vorkommen. 
Ad Handschrift Weiss 242, 
Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien

Münchner Handschrift

Botenbuch der Bruderschaft 
St. Christoph auf dem Arlberg. 
Eigentümer: Kgl. Bayer. 
Hausritterorden vom Hl. Georg e. V. 
Bayrisches Hauptstaatsarchiv 
Geheimes Hausarchiv, Bände 3

Handschrift cod. 7357

Faximile aus 1579 der 
Tiroler Handschrift "Codex Figdor". 
Auszug (fol. 133v bis 188v) HS cod. 7357, 
Österreichische Nationalbibliothek, Wien

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